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Schadsoftware nach Landessitte

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Mit zunehmendem Aufwand versuchen Kriminelle, sogenannte Ransomware ("ransom" heißt "Lösegeld") auf verschiedene Länder anzupassen und ihr damit einen glaubwürdigen Anstrich zu verleihen. Seit Anfang des Jahres kursiert etwa der sogenannte BKA-Trojaner. Er sperrt den Rechner des Opfers und behauptet, illegale Inhalte wie Raubkopien oder Kinderpornografie auf dem Rechner gefunden zu haben. Nur nach Zahlung einer bestimmten Summe werde die Sperre wieder aufgehoben – was allerdings in der Regel nicht passiert.


Die Kriminellen verpassen ihrer Ransomware in jedem Land ein passendes Antlitz. Vergrößern
Bild: Microsoft
Derartig angepasste Trojaner gibt es auch in anderen Ländern, wie das Microsoft Malware Protection Center meldet. Dabei werden von Land zu Land unterschiedliche Behörden vorgeschoben: Während es bei deutschen Nutzern angeblich die Bundespolizei ist, die 50 bis 250 Euro fordert, will in Großbritannien die Metropolitan Police 75 Pfund sehen. In der Schweiz verlangt angeblich das "Federal Department of Justice and Police" 100 Schweizer Franken für die Entsperrung des Rechners.

Auch Varianten, die sorgfältig auf Spanien und die Niederlande zugeschnitten wurden, haben die Malware-Experten von Microsoft entdeckt. Die Schädlinge teilen sich eine gemeinsame Code-Basis. Laut dem Bericht haben sich die Virenschreiber Mühe gegeben, dass der Schädling leicht auf örtliche Gegebenheiten angepasst werden kann. Die jeweils passende Sprachversion des Schädlings wählen die Kriminellen anhand der per IP-Adresse ermittelten Standorts des Opfers aus.

Die Verteilung der Malware läuft laut Microsoft unter anderem über das Exploit-Kit Black Hole, das den Rechner beim Besuch einer verseuchten Webseite auf bekannte Sicherheitslücken in Adobe Reader, Flash, Java und Windows abklopft. Hat das Exploit-Kit ein Schlupfloch gefunden, infiziert es den Rechner mit der Ransomware.

Im Zeitraum von Juli bis November dieses Jahres hat Microsoft allein eine Variante der Ransomware auf über 25.000 Rechnern deutscher Nutzer entdeckt. Wenn nur jeder zehnte auf den Schwindel hereinfallt und 100 Euro bezahlt, würden die Kriminellen immerhin 250.000 Euro erbeuten. Betroffene sollten auf keinen Fall zahlen!

Quelle:

Heise Security

 

Lücke ermöglicht Account-Diebstahl bei Skype Update

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XSS-Demo in Skype

XSS-Demo in Skype

Diese Demo öffnet nur ein Fenster; sie könnte die Daten aber auch unbemerkt an den Angreifer schicken. Vergrößern Das beliebte VoIP-Programm Skype weist ein Sicherheitsproblem auf, über das sich Angreifer unter anderem Zugang zum Account ihrer Kommunikationspartner verschaffen könnten. Unter Umständen könnte er sogar Zugang zum System des Anwenders erlangen, warnt der Entdecker Levent Kayan in einem Security-Advisory.
Bei dem Sicherheitsproblem handelt es sich um sogenanntes persistentes Cross Site Scripting. Konkret kann ein Angreifer Script-Code geschickt in die Beschreibung seines Profils einbetten. Offensichtlich filtert Skype diese Felder nicht ausreichend. Meldet sich ein Kontakt des Angreifers dann bei Skype an, wird ohne weiteres Zutun der eingebettete JavaScript-Code ausgeführt und er könnte etwa das aktuelle Session-Cookie an den Angreifer schicken. Betroffen sind laut Kayan die Versionen bis einschließlich des aktuellen 5.3.0.120 für Windows und Mac; in den Linux-Versionen tritt das Problem anscheinend nicht auf.


heise Security konnte das Problem mit Version 5.3.0.120 auf Windows 7 und XP nachvollziehen. Allerdings trat es aus nicht nachvollziehbaren Gründen teilweise erst nach mehr als zehn Anmeldevorgängen auf. Kayan hat nach eigenen Angaben den Hersteller benachrichtigt; einen Fix gibt es allerdings bislang noch nicht. Update: Skype bestätigt, dass man die Lücke kenne und auch bereits einen Patch entwickelt habe. Der soll im Lauf der nächsten Woche veröffentlicht werden.
Skype liefert auch eine plausible Erklärung, warum sich das Problem nicht auf Anhieb reproduzieren ließ. Um es auszunutzen, muss der Angreifer in der Liste der häufigsten Kontakte seines Opfers auftauchen. Allerdings stuft Skype das ganze als kleineres Problem ein, da es einem Angreifer angeblich nur möglich sei, Meldungen anzuzeigen und auf Skype-Seiten umzuleiten. (ju)

Quelle:heise security

 
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